Schwangerenbetreuung

Mutterschaftsvorsorge
Betreuung von unauffälligen und Risikoschwangerschaften
Farbdoppler-Ultraschall

Ziel dieser Untersuchungsmethode ist die farbliche Darstellung und Messung sowohl kindlicher als auch mütterlicher Blutgefäße. Mütterliche Blutgefäße sind die Gebärmutterarterien, die entscheidend für die Versorgung der Plazenta sind. Hierbei kann schon in der 24.SSW. eine frühe Risikoeinschätzung über das eigene Risiko für eine Gestose (Schwangerschaftsvergiftung) durchgeführt werden. Über die Darstellung der kindlichen Blutversorgung (Nabelschnur, Aorta, Gehirn) können die Kreislaufverhältnisse des Ungeborenen beurteilt werden. Auch die Darstellung des kindlichen Herzens wird verbessert und Herzfehler können leichter entdeckt werden.

Ultraschalldiagnostik
3D/4D-Ultraschall

Wir verfügen über ein modernes 3D/4D-Ultraschallgerät, mit dem in der Geburtshilfe erstaunliche Aufnahmen gemacht werden können. Mithilfe der dreidimensionalen Darstellung (3D) in Echtzeit (4D) lässt sich ein ständig aktualisiertes Bild des Babys und seiner Bewegungen erzeugen. Für diese Ultraschalluntersuchung eignet sich am Besten die Zeit zwischen der 26. und 34. Schwangerschaftswoche. Das Körperbild im 3D/4D-Ultraschall kann Hinweise auf Fehlbildungen und chromosomale Störungen geben. Es wird aber in erster Linie als sogenanntes Babyfernsehen angeboten. Jede werdende Mutter kann in unserer Praxis diese Untersuchungsmethode in Anspruch nehmen, unabhängig davon, wer der betreuende Arzt ist.

Wunschultraschall („Babyfernsehen“)

Nach den geltenden Mutterschaftsrichtlinien sind während der gesamten Schwangerschaft in der Regel drei Ultraschallkontrollen vorgesehen. Diese werden in der 9.-12., der 19.-22. und der 29.-32. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Weitere Ultraschalluntersuchungen bedürfen einer zwingenden medizinischen Begründung. Beim „Wunsch-Ultraschall“ wird nicht nur das Baby gezeigt, sondern es wird jedes Mal auch auf die Entwicklung des Kindes geachtet. Eine Geschlechtsbestimmung kann vorgenommen werden.

Pränataldiagnostik
Pränataldiagnostik / Ersttrimesterscreening

Ersttrimester-Screening (Nackenfaltenmessung)

Die Nackenfaltenmessung (engl.: nuchal translucency oder einfach NT) wurde von Prof. Nicolaidis mit der Fetal Medicine Foundation, London, als kombinierte Untersuchung unter Verwendung mütterlichen Blutes begründet. Ein computergestütztes Programm zur Risikoberechnung verwendet das Alter der werdenden Mutter, die Messung der kindlichen Nackenfalte sowie zwei Eiweiße aus dem Blut der Mutter, die ursprünglich vom Kind stammen. Diese beiden Eiweiße sind das PAPP-A und das freie ß-HCG. Gleichzeitig wird im Ultraschall auf Hinweise für schwere Fehlbildungen (z.B. Herzfehler) geachtet. Die NT ist die z.Z. früheste, genaueste und dabei risikolose Screeningmethode für Chromosomenstörungen (z.B. Trisomie 21) und kindliche Organfehlbildungen. Sie wird in der 11+1 bis 13+6 SSW durchgeführt. Da mit zunehmendem Alter der Mutter auch die Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenstörung ansteigt, wird schwangeren Frauen ab 35 Jahren die Fruchtwasseruntersuchung (AZ) angeboten. Die AZ ist mit einem, wenn auch kleinen, Risiko für eine Fehlgeburt verbunden. Mit dem Ersttrimester werden bis zu 90% aller Trisomie 21-Fälle entdeckt. Trotz dieser hervorragenden Quote kann die NT keine absolute Gewissheit bieten, ob ein Kind gesund zur Welt kommt. Durchgeführt werden darf diese Untersuchung nur von zertifizierten Ärzten der Fetal Medicine Foundation. www.fmf-deutschland.info

Dieser Text ist eine Zusammenfassung wichtiger Informationen und ersetzt kein persönliches Beratungsgespräch.