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Infektionsdiagnostik
Toxoplasmose
Der Erreger der Toxoplasmose wird von Katzen mit dem Kot ausgeschieden und
wird vom Vieh aufgenommen und in der Muskulatur abgelagert. Auf diese
Weise gelangt die Toxoplasmose in rohes Fleisch.
Sporen dieses Erregers finden sich nicht nur im Katzenstreu sondern z.B.
auch im Erdboden. So kann die Toxoplasmose über die Hände auch oral
aufgenommen werden und in unseren Körper gelangen.
Eine Infektion mit diesem Erreger verläuft nicht selten unbemerkt; wenn
doch, ist sie so unspezifisch, dass sie häufig nicht als solche erkannt
werden kann. Aufgrund eines geschwächten Immunsystems, z.B. bei AIDS, kann
die Toxoplasmose schwerste Erkrankungen mit Todesfolge hervorrufen.
Wenn die Erstinfektion längere Zeit vor Beginn einer Schwangerschaft
stattgefunden hat, besteht ein Schutz für das Ungeborene. Ein Bluttest vor
oder am Anfang einer Schwangerschaft klärt, ob Immunität gegen
Toxoplasmose besteht.
Kommt es zur ersten Infektion während der Schwangerschaft, kann das Kind
schwer erkranken und Behinderungen erwerben, wenn nicht rechtzeitig mit
Antibiotika behandelt wird. Deshalb sollen Schwangere ohne Immunität 2-3
mal in der Schwangerschaft durch eine Blutuntersuchung klären lassen, dass
keine neue Infektion aufgetreten ist.
B-Streptokokken
Beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A finden sich bei jeder 5.
Schwangeren ohne Symptome.
Diese Bakterien können die Geburtswege besiedeln und so das Neugeborene
erreichen. Allerdings erkrankt nicht jedes Kind.
Kommt es zu einer Infektion, kann es trotz optimaler Antibiotika-Therapie
zu schweren septischen Erkrankungen mit nachfolgenden Behinderungen und
Todesfolge kommen.
Eine Infektion des Kindes kann durch eine einfache Antibiotika-Gabe unter
der Geburt verhindert werden.
Um die Schwangeren zu identifizieren, die B-Streptokokken tragen, muß in
der 35. – 37. SSW ein gezielter Abstrich entnommen werden.
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